4 Fragen an Steffen Kehrle / 4 questions for Steffen Kehrle

STEFFEN_KEHRLE_2012_JULIAN_BAUMANNDie Ausstellung Rejected zeigt Designentwürfe, die nie in die Realität umgesetzt wurden./The exhibition Rejected is about design concepts that have never been implemented.

Längst prägen Superlative die Kreativwelt. Aber auch das Scheitern, Versagen oder die Ablehnung zählen zum Alltag von Kreativen. Die Ausstellung Rejected, die vom Atelier Steffen Kehrle für die MCBW 2013 in den Wiedemann Werkstätten konzipiert wird, rückt erstmals Entwürfe in den Vordergrund, die nie veröffentlicht wurden.

1. Welcher Gedanke steht hinter dem Konzept von Rejected?
Das Konzept zu Rejected kam mir in den Sinn, als wir bei uns im Büro über einen Entwurf gesprochen haben, der auf Grund von zu hohen Investitionskosten von dem Unternehmen nicht in Serie produziert wird. Einer meiner Mitarbeiter fragte mich, ob wir den Entwurf nicht einer anderen Firma zeigen möchten, worauf ich verneinte, da er speziell für dieses Unternehmen konzipiert war. Aus Spaß sagte ich, dass wir irgendwann eine Ausstellung machen werden, in der wir nur Projekte von uns zeigen, aus denen nichts geworden ist – die Leichen im Keller, sozusagen. Ich finde, dass es ganz normal ist, dass Dinge scheitern, dass Projekte auch mal nichts werden bzw. nicht realisiert werden. Allerdings sind das oft ganz tolle Entwürfe und ich finde es lohnenswert, diese Dinge zu zeigen. Noch interessanter ist es aber, von verschiedenen Künstlern und Designern solche Projekte auszustellen. Im Hinblick auf die MCBW 2013 dachte ich, dass es interessant sein könnte, eine solche eine Ausstellung mit Kollegen und Freunden aus München zu machen. So entstand Rejected.

2. Was erwartet die Besucher?
Die Besucher erwarten elf Beiträge aus verschiedenen Genres in den Ausstellungsräumen der Wiedemann Werkstätten. Design, Musik, Dokumentarfilm, Journalismus.

3. War es schwer die Kollegen für dieses Projekt zu gewinnen?
Nein, es haben alle recht schnell zugesagt. Das hat mich sehr gefreut!

4. Was passiert im Normalfall mit nicht realisierbaren Entwürfen?
Meistens verschwinden diese Entwürfe in der Schublade, aber nicht aus den Köpfen der jeweiligen Entwerfer. Ich denke, dass jeder Künstler oder Designer ganz genau weiß, was er in seinem Leben jemals entworfen hat.

An der Ausstellung wirken neben Steffen Kehrle die Münchner Kreativen Ayzit Bostan, Florian Böhm, Jonas Imbery, Markus Frenzl, Mirko Borsche, Niklas Goslar, Nitzan Cohen, Sabine Magnet, Saskia Diez und Stefan Diez mit.

Superlatives have long since applied to the creative world. However, failures, flops and rejections are also part of a creative person’s routine. For the first time, concepts that never made it into the limelight will be presented in the exhibition titled Rejected, conceived for MCBW 2013 by Steffen Kehrle and his studio team at Wiedemann Werkstätten.

1. What motivated you to design Rejected?
I had the idea for Rejected when my team and I discussed a project that the company never introduced to serial production due to excessive costs. One of my colleagues thought it would be a good idea to show the model to another organization. I rejected the idea because the model was designed specifically for the original company. For fun, I said that one day we would create an exhibition that would present only projects that never were implemented – the skeletons in the closet, if you will. I believe that failing is part of the process and that it is natural that not all projects see the light of day. Very often, these projects are great, and in my opinion are worth being presented to the public. However, I think exhibiting these projects created by diverse artists and designers is even more fascinating. With a view to MCBW 2013, I thought it would be interesting to design such an event with colleagues and friends from Munich. That was the beginning of Rejected.

2. What can visitors expect?
Visitors will be presented with the concepts of eleven projects in diverse genres – design, music, documentary film-making, journalism, etc. – exhibited at the premises of Wiedemann Werkstätten.

3. Was it difficult to convince your colleagues to participate in the project?
Not at all – I was extremely happy that all of them signed on so fast!

4. What normally happens to concepts that cannot be put into practice?
Most of them disappear into desk drawers, but not from the minds of their originators. I think that artists and designers always remember every project they ever worked on.

In addition to Steffen Kehrle, participants in the exhibition include Munich-based creative artists Ayzit Bostan, Florian Böhm, Jonas Imbery, Markus Frenzl, Mirko Borsche, Niklas Goslar, Nitzan Cohen, Sabine Magnet, Saskia Diez and Stefan Diez.

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