4 Fragen an Christian Raißle von Die Werft

Christian Raißle_Die WerftBei der ersten Munich Creative Business Week war ein Highlight, die Sonderausstellung, „mcbw momente – Denkräume für Design“ im Neubau des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst untergebracht. Im Frühjahr wird dort nun die Ägyptische Sammlung einziehen. Das Ausstellungskonzept und die Innenarchitektur des neuen Museums verantwortet die Werft. Auch bei der MCBW ist Die Werft in diesem Jahr dabei.

Christian Raißle ist Innenarchitekt und Geschäftsführender Gesellschafter von Die Werft.

1. Was erwartet die Besucher der Ägyptischen Sammlung bei der Eröffnung Mitte 2013?
Den Besucher wird ein Museum voller überraschender Einblicke in die Ägyptische Kunst erwarten. Zum einen: Kunstwerke, beleuchtet aus der Sicht des Kunstliebhabers. Zum anderen: spannende Informationen und Geschichten zu den Stücken. Diese in ihrer Aufgabenstellung  häufig gegensätzlichen Ansätze haben wir konsequent verfolgt und umgesetzt. Die Herausforderung dabei war, beide auf bestmögliche Art und Weise miteinander in Einklang zu bringen.

2. Wie gehen Sie an eine solche Aufgabe heran?
Wir sehen uns in einer solchen Situation als Anwalt des Besuchers. Wir stellen uns vor, wie sich der künftige Besucher in den Räumen bewegt und wählen dann die geeigneten Mittel, um in der jeweiligen Situation die Kernaussage eines Raumes, eines Objektes oder einer Gruppe zu vermitteln, dem Objekt selbst jedoch noch genügend Raum zur eigenen Entfaltung zu lassen. In den neuen Räumen werden auf der einen Seite interaktive Elemente installiert, die beispielsweise die räumliche Entwicklung der ägyptische/nubischen Kultur und deren wechselseitige Einflussnahme zeigen.  Auf der anderen Seite werden mit reduzierter Gestaltung und ehrlichen, robusten Materialien Objekte auf ihre ganz eigene Weise in Szene gesetzt.

3. Wie sieht der Die Werft Beitrag zur MCBW 2013 aus?
Wir werden im Rahmen der Sonderausstellung „mcbw momente – Denkräume für Design“ einen Werkbericht zum aktuellen Stand der Bauphase der Museumseinrichtung vorstellen. Gewissermaßen druckfrische Informationen aus erster Hand, wie das Museumsdesign in die Realität umgesetzt wird und welche Ergebnisse erzielt werden. Noch vor der Eröffnung.

4. Was ist das besondere an der MCBW? Worauf freuen Sie sich am meisten?
Ich bin gespannt, wie sich die vielen „Hot Spots“ auch dieses Jahr wieder zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Für München ist dies sicher eine spannende Zeit, die uns Kreativschaffenden wieder mehr in die öffentliche Diskussion bringt. Natürlich erhoffe ich mir, dass viele junge Menschen dies zum Anlass nehmen, Interesse an diesem Bereich zu finden und zu sehen, welche spannenden Aufgaben es in diesem Metier gibt.

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