Design Engineering

© Dyson Alexander C. Schmidt

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Alexander C. Schmidt

Dyson Geschäftsführer Alexander C. Schmidt wird im Rahmen der Munich Creative Business Week beim 7. Deutschen Innovationsgipfel am 25. Februar 2014 über Dysons Grundsätze im Hinblick auf ökologisches Design sprechen. Der provokante Titel seines Vortrags lautet: „Design Engineering statt grünem Marketing: Alltagsprobleme lösen, die andere ignorieren“. Wir haben Alexander C. Schmidt schon vor seinem Vortrag zu diesem Thema befragt.


Was meinen Sie mit „Design Engineering statt grünem Marketing“?
Wir wollen uns damit von Unternehmen absetzen, die Greenwashing betreiben, also reine PR mit dem Wort „grün“ betreiben. Wenn wir effiziente Technik entwickeln, ist das per definitionem Green. Am effizientesten ist es, Geräte zu bauen, die langlebig sind, gut funktionieren und keine Wegwerfartikel brauchen. Ansonsten ist dies nicht nur Geld-, sondern auch Materialverschwendung. Der Dyson Airblade Händetrockner ist ein gutes Beispiel: Der benötigt weder erhitzte Luft, noch Papierhandtücher.

Wie unterscheidet sich die Ökobilanz der Dyson Produkte von denen ihrer Wettbewerber?
Unsere Ingenieure bekommen nie die Vorgabe, ein „umweltfreundliches“ Gerät zum Selbstzweck zu entwickeln. Bei uns gilt: „Weniger ist mehr“. Wir erfinden leistungsstarke Geräte, die eine überlegene Funktionalität haben und dabei weniger Energie und Ressourcen benötigen. Deshalb haben wir noch nie einen Staubsauger mit mehr als 1.400 Watt entwickelt. Damit erfüllen wir schon jetzt die Vorgaben des kommenden Energielabels. Und unsere Geräte werden immer kleiner und leichter. Dadurch werden auch Rohstoffe eingespart. Wir nutzen moderne Verfahren, um weitere Möglichkeiten zur Verringerung der Umweltauswirkungen zu identifizieren. Und zwar ohne dass die Leistung eingeschränkt wird.

Wie entstehen bei Dyson neue Ideen?
Viele glauben, dass man manche Produkte oder Technologien nicht mehr verbessern kann. Nehmen Sie den Händetrockner. Bevor wir mit unserer Lösung auf den Markt gekommen sind, haben alle Hersteller eine Technologie verwendet, die auf Verdunstung per Heißluft setzt, um Hände zu trocknen. Wir sind das Problem grundsätzlich angegangen und wollten nicht nur hier und dort etwas verbessern. Bei der Recherche für ein ganz anderes Produkt haben wir gemerkt, dass man mit komprimierter Luft Wasser von den Händen abstreifen kann. Manchmal muss man ein bisschen um die Ecke denken. Wir nennen das intern „wrong thinking“. Weg von der Konvention. Daraus wurde dann der Airblade Händetrockner, der die Hände umweltverträglicher trocknet als jede andere Art der Händetrocknung.

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