Design Thinking

© Deutsche Bank Katharina Berger

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Katharina Berger

Im Rahmen des Deutschen Innovationsgipfels wird es einen Workshop zum Thema „Design Thinking“ geben. Diesen hält Katharina Berger, Head of Design Thinking bei der Deutschen Bank.


Frau Berger, für alle, die es noch nie gehört haben: Was bedeutet „Design Thinking“ im Allgemeinen?
Design Thinking ist eine erprobte Methode, mit der man Innovation und Kreativität fördern kann. Die Bedürfnisse des Kunden stehen während des Ideenfindungsprozesses von Anfang an im Mittelpunkt. Dazu gehört bewusst iteratives Arbeiten, gezielter Perspektivenwechsel sowie der Einsatz von Innovations- und Kreativmethoden zur Erforschung des Lösungsraums, Problemumfeldes und der Kundenbedürfnisse.
Diszipliniert angewandt führt dieses Vorgehen zu einem Mindset bzw. einer Arbeitskultur, die den heutigen Herausforderungen bezüglich Komplexität und technologischem Wandel durch ein aktives lebenslanges Lernen als Teil der Projektarbeit begegnet. Durch den Einsatz von Interviewtechniken, Prototyping mit einfachsten Materialien sowie dem Testen dieser Prototypen direkt mit dem Kunden erfährt die Kommunikation im Team und mit den späteren Nutzern eine Intensität, die sonst kaum darstellbar wäre. Gleichzeitig reduziert Design Thinking das Risiko, Entwicklungen kostenaufwendig durchzuführen, die später vom Nutzer nicht akzeptiert werden.

Was bedeutet es speziell für Sie?
Innovation ist einer der Kernwerte unseres Hauses. Nur wenn wir neue und bessere Ideen nutzen, können wir unsere Prozesse kontinuierlich verbessern und geeignete Lösungen für unsere Kunden anbieten. Wir betreiben nunmehr seit fünf Jahren Design Thinking Projekte. Dabei haben wir gelernt, dass Design Thinking unseren Mitarbeitern auch in ihrer alltäglichen Projektarbeit behilflich sein kann. Denn Komplexität und die Geschwindigkeit des technologischen Wandels stellen uns ebenso wie weitere Megatrends wie Mobilität, Demografischer Wandel und Individualisierung vor neue Herausforderungen, denen wir mit bestehenden Erfahrungen allein nicht begegnen können. Empathie, die Fähigkeit, eigene Annahmen vor wichtigen Entscheidungen immer wieder auf den Prüfstein zu stellen, Kommunikation und Zusammenarbeit sind von höchster Bedeutung für die Zukunft. Design Thinking zeigt uns einen Weg, wie wir diese Fähigkeiten stärken können.

Können Sie uns ein anschauliches Beispiel nennen, wo das Thema konkret in Ihrem Unternehmen Anwendung findet?
Zum einen führen wir jedes Jahr Projekte durch, für die wir gezielt junge Talente zu Mitgliedern des Design Thinking Teams machen, die dann im Dialog mit unseren Experten und methodisch intensiv gecoacht werden. Hier werden neue Impulse für strategische Projekte erarbeitet, die von den Programmverantwortlichen sehr geschätzt werden. Daneben unterstützen wir verschiedene Projekte, indem wir interne Teams in einem skalierbaren Coaching Model methodisch bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen und ihnen helfen, die Kundenbedürfnisse und neue Ideen für komplexe Herausforderungen zu erarbeiten oder aber externe Angebote durch gut vorbereitete Tests mit dem Endnutzer zu prüfen.
Zusätzlich bieten wir in unserem Lernkatalog Trainings an, die es unseren Mitarbeitern ermöglichen, die Grundlagen dieser Vorgehensweise für sich zu erschließen.

Orientiert sich der Workshop an Ihren Erfahrungen aus der Praxis? Was erwartet die Teilnehmer?
Unser Workshop wendet sich an alle, die gern einen ersten eigenen Eindruck von der Arbeitsweise von Design Thinking haben möchten. Die Teilnehmer können direkt persönliche Erfahrungen im Bereich des „Needfinding“ mitnehmen, sprich die Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt des Ideenfindungsprozess zu stellen.

An wen richtet sich die Veranstaltung?
An Unternehmensvertreter aus allen Bereichen – von der Produktentwicklung bis zur Personalentwicklung – von der Unternehmensführung bis zum Mitarbeiter. Schlicht an alle Gäste des Innovationsgipfels, die sich darüber bewusst sind, dass wir uns alle den Herausforderungen und der Komplexität der Zukunft stellen und hierfür auch neue Wege beschreiten müssen.

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