Design und Wirtschaft: Die Rolle der Designforschung

csm_BMWWelt_DesignFuehrungen_550x363_2045033a83Designforschung – was ist das eigentlich? Können bahnbrechende Innovationen bewusst vorhergesagt und gestaltet werden? Wie entstehen Innovationen und welche Methoden der Ideengewinnung gibt es?

Designforschung möchte Brücken zwischen innovativen Technologien und dem Alltag bauen. Natürlich sollen irgendwann marktfähige Produkte entstehen. Doch zunächst kommt die Forschung. Sie beobachtet, was Anwender mit Dingen anstellen, wie sie damit umgehen, was sie brauchen – oder eben auch nicht. Nicht mehr Designer bestimmen, wie Produkte zu sein haben. Der Prozess wird vielmehr auf den Kopf gestellt. Doch wie funktioniert das? Durch Partizipation und Vernetzung aller Akteure. Die Menschen müssen einbezogen werden, sich mitteilen, teilen und mitgestalten können. In der Theorie gibt es dafür die unterschiedlichsten Methoden.

Was bedeutet Open Innovation? Hier wird das Innovationspotenzial von der Außenwelt, d.h. über die Unternehmensgrenzen hinaus, genutzt: Der Prozess wird für Stakeholder geöffnet − in den meisten Fällen für Kunden. Es fließen interne und externe Ideen in den Entwicklungsprozess neuer Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle ein. Es geht um Wissensaustausch und Vernetzung. Dies kann beispielsweise mittels Crowdsourcing erfolgen.

Was ist Crowdsourcing? Ähnlich dem Outsourcing lagert diese Methode die Ideengewinnung sowie die Arbeitsleistung auf eine undefinierte Zahl an Akteuren aus. Man profitiert von der Weisheit der Masse, wie bspw. den Internetnutzern. Klares Ziel ist, mittels Schwarmintelligenz direkte wirtschaftliche Vorteile zu erlangen.

Was machen Trendscouts? Trendscouts sind Szenekundschafter: Sie bewegen sich an internationalen Hotspots und machen sich dort auf die Suche nach den neuesten Trends. Diese Methode ist besonders in der Welt der Mode beliebt.

Was ist eigentlich Virtual bzw. Digital Prototyping? Es wird ein 3D-Modell des zu entwickelnden Produkts digital errechnet – aber erstmal kein Prototyp gebaut. Zunächst wird das Modell analysiert, um anschließend Bewegungssimulationen durchzuführen. So können bereits in der frühen Entwicklungsphase des Produkts Fehler erkannt und behoben, jüngste Entwicklungen aktuell addiert werden.

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Design ist in Deutschland ein noch sehr junges Feld, international wie z.B. in Dänemark ist der Bereich schon sehr viel weiter. Designer machen nicht einfach nur Dinge hübsch, sondern verändern den Alltag, das gesellschaftliche Miteinander. Die Designforschung macht diese Entwicklung und die veränderte Rolle von Designern zunehmend sichtbar.

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