Vier Fragen an Mario Trimarchi

© Mario Trimarchi

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Wie entstand die Zusammenarbeit mit Alessi?

Vor einigen Jahren an einem Septembernachmittag brachte ich Alberto Alessi ca. hundert verschiedene schwarze und weiße rechteckige Papierobjekte, die so aussahen, als würden sie jeden Moment wegfliegen. Sie überdeckten die gesamte Tischoberfläche (und der Tisch in Alberto Alessis Büro ist wirklich riesig!).
Nun ja, dann sahen wir sie uns zusammen an und ich fing an, ihm einiges über meine Kindheit in Sizilien zu erzählen – einem sehr windigen Ort, und über “La Stanza dello Scirocco”. Und nach diesem Treffen wurden meine einst naiv produzierten Papierobjekte in nur einem Jahr zu realen Objekten – zu Obstkörben, Tafelaccessoirs und einigen weiteren Produkten…

Was ist das Besondere am Super & Popular-Projekt?
Als wir angefangen haben darüber zu sprechen, wie das Super & Popular-Projekt kommuniziert werden sollte, haben wir diejenigen Alessi-Produkte herausgesucht, die am einprägsamsten und gleichzeitig sehr beliebt sind.
So haben wir die Verpackung mit Informationen über die Entstehungsgeschichten der jeweiligen Objekte, Skizzen und Bildern sowie mit den Gesichtern der Designer, die ihre Vorgehensweisen anhand von Zitaten erläutern, entworfen. Das Packaging wurde so zu einem dreidimensionalen Notizbuch, das eine Vielzahl von Informationen rund um die Produkte enthält.
Am liebsten würde ich die Produkte und Verpackungen zum Mars schicken, und dabei zusehen was Außerirdische über uns sagen, während Sie die Geschichten über unsere täglichen Produkte lesen.

Welche Intention hatten Sie beim Entwurf von “La Stanza dello Scirocco”?
Als ich “La Stanza dello Scirocco” entwarf, hätte ich es mir nicht träumen lassen, dass dies mal ein richtiger Klassiker werden könnte. Im Gegenteil – ich muss zugeben, dass ein Design, das asymmetrisch und instabil wirkte, und dazu noch aussah als würde es jede Minute explodieren, vielmehr riskant war.
Die Idee hinter diesem Projekt war eine Obsession, die schon seit langer Zeit in meinem Kopf schwirrte: Den Wind zu verbildlichen – den fortdauernden sowie den unerwarteten – und sich mit unseren Bedenken und Ungewissheiten zu befassen.

Gibt es bestimmte Ausstellungen oder Projekte, die Sie sich während MCBW in München noch ansehen werden?
Es ist so schade, dass ich München bereits am 26.03. verlassen muss – ich würde nämlich so gerne noch den Showroom von Ingo Maurer besuchen.

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