Machu Picchu – ein Meisterwerk der Architektur

Hoch zwischen den Gipfeln der Anden thront die Perle Perus. Die Forscher und Wissenschaftler sind sich uneinig, warum die Stätte im 15. Jahrhundert überhaupt erbaut wurde. Sie ist auf rund 2.450 Metern Höhe zwischen zwei Berggipfeln, dem Huayna Picchu und dem Machu Picchu – dem Jungen und dem Alten Gipfel – perfekt in die Umgebung integriert. Dort entstand ein architektonisches Meisterwerk mit einer einmaligen Stadtanlage und einem bemerkenswerten Wasserversorgungssystem, das seinesgleichen sucht.

 

Bildquelle: www.look-foto.de

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Ihre Bauweise: Die Inkas übernahmen die Bauweise aus vergangenen Kulturen: von den Architekten des Altiplano, den Wasserkundlern aus der Moche- und den Stadtplanern aus der Chimú-Kultur.

Ihre Steinbearbeitung: Die Inkas sind für ihre unregelmäßigen, asymmetrischen und riesigen Steinblöcke berühmt: Sie passen so exakt aufeinander, dass nicht einmal eine Messerklinge dazwischen Platz hat – auch Mörtel benutzten sie dafür nicht. Wie also war es möglich, Steine in solchen Ausmaßen herauszuschlagen und sie ohne Kran oder ähnliches zu transportieren? Ihr Geheimnis war, mit natürlichen Felsbrüchen und Steinlawinen zu arbeiten. D.h. sie haben die tonnenschweren Felsen an Ort und Stelle nur grob präpariert. Damit die perfekten Fugen gelingen konnten, wurden die Steinblöcke erst als sie direkt verbaut wurden passgenau mit Kieselsteinen bearbeitet und dann mittels Stricken und Körperkraft bewegt. Typisch für die Inka-Architektur sind die vier bis sechs Grad nach innen geneigten Mauern und die trapezförmigen Türen, Fenster, Nischen und Steinpflöcke, die von den Außen- und Innenmauern herausragen. Der Nutzen letzterer ist noch nicht geklärt, vielleicht dienten sie zum Aufhängen von Gegenständen, da die Inkas kaum Möbel hatten.

Ihre Infrastruktur: Insgesamt bestand die Stadt aus 216 auf Terrassen gelegenen Bauten, die über ein Treppensystem mit etwa 3.000 Stufen verbunden waren. In den Mauern der Terrassen sind kleine Wasserablauföffnungen eingebaut. Die Wasserversorgung funktionierte über eine Kanalverbindung von einer außerhalb der Stadt befindlichen Wasserquelle zu den kaskadenförmig angeordneten Brunnenbecken, den Außenmauern der Tempel und den Wohnhäusern mit teilweise mehreren Etagen. Auch Ackerbau wurde dadurch möglich. Bemerkenswert ist, dass dieses imposante Wassersystem noch heute funktionsfähig ist. Warum die Inkas die Stadt nach gut einem Jahrhundert wieder verließen ist unbekannt. Gut, dass die für rund 400 Jahre verschwundene Stadt 1911 wiedergefunden wurde: Denn ihre Kunst und Architektur sind einzigartig!

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