Wussten Sie schon…? Wie der 4D-Drucker Produkte scheinbar zum Leben erweckt

Noch ist der Hype um das 3D-Drucken nicht abgeflaut, da geben Forscher der Technologie bereits eine neue Perspektive: Der 4D-Druck ist eine Erweiterung um den Faktor Zeit und lässt Produkte scheinbar lebendig erscheinen. Die Anwendungsbereiche dafür sind enorm – nicht nur für die Medizin, sondern auch die Architektur oder die Möbel- und Designindustrie.

3D-DruckerEs ist noch gar nicht lange her, da hat die Welt über die Möglichkeiten des 3D-Druckens gestaunt und war fasziniert: Das Objekt wird nicht aus einem Stück Material gefertigt, sondern mittels Laserstrahlen aus einer pulverförmigen Substanz schichtweise gebildet. Es kann nach Belieben jede Form annehmen und macht damit eine individuelle Produktion möglich. Gleichzeitig werden Rohstoffe effizienter eingesetzt.

Doch macht die Forschung an diesem Punkt nicht halt. Vielmehr läutet das Massachusetts Institute of Technology die Geburtsstunde des 4D-Drucks ein und erweitert den bis dato revolutionären 3D-Druck um den Faktor Zeit. Der Clou: Unter bestimmten Bedingungen nimmt der Druck eine neue Gestalt an. Dabei ändert sich die äußere Form mittels Wasser, Schall, Wärme oder Laser. Und es entstehen Produkte aus intelligenten Materialien, die lebensähnliche Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen.

Selbstredend kann die Medizin etwa in der Implantologie oder Chirurgie vom 4D-Druck profitieren. Aber auch für die Möbelindustrie ergeben sich bislang ungeahnte Möglichkeiten: Warum nicht Möbel so konstruieren, dass sie sich beim Käufer selbst zusammensetzen? Unweigerlich würden stundenlange Bastelarbeiten an nordischen Baukastensystemen der Vergangenheit angehören. Mehr noch: Mittels bioabbaubarer Produkte kann der Lebenszyklus von Produkten mitbestimmt werden. Zukunftsmusik? Nicht wirklich, in bestimmten Gesellschaftsbereichen sind die intelligenten, scheinbar lebendigen Produkte schon Realität. Anwendungsbeispiele dazu listen wir gerne auf – denn Design bestimmt die Zukunft.

  • Medizin: mitwachsende Implantate, die weitere Operationen ersparen. Implantate oder Drähte, die sich im Körper an den Körper anpassen. Memorymetalle, die sich trotz starker Formveränderung immer wieder in die ursprüngliche Form zurückbilden.
  • Architektur & Design: Wasserrohre, die sich selbst reparieren oder Möbel, die sich selbst aufbauen.
  • Mode: gedruckter Schmuck, der vollständig veränderbar ist.
  • Biologie: nachgebildete Gewebe oder Organe (Bioprinting), z.B. zum Prüfen von  Arzneimittelsicherheit und -effektivität.

Weitere Beispiele finden Sie auch hier: http://www.form.de/de/magazine/form254/filter

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