MCBW LECTURES 2016: Die etwas andere Konferenz

lectures„Alles was wir gestalten, endet als Müll.“

Es wird Zeit, sich wieder über Design und Ethik auszutauschen. Und es wird Zeit, Philosophen, Wissenschaftler und Unternehmer mit den Designern an einen Tisch zu setzen. Letzteres ist wortwörtlich zu verstehen bei dieser UnConference on Design & Ethics. Die experimentelle Konferenzanordnung, bei der es keine Bühne sondern Tische gibt, lässt einen unmittelbaren Dialog zwischen Experten und Publikum zu. Weg von der Konsumkonferenz hin zu einem zirkulären Austausch, der einen gemeinsamen Erfahrungsprozess und neue Perspektiven zulässt.

Die Konferenzanordnung ist dem Thema angemessen. Geht es doch um nicht weniger als die gemeinsame Verantwortung für eine Design-Ethik, die den gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen etwas entgegenzusetzen hat. Und wenn man die Aussage des holländischen Philosophen Henk Oosterling weiterdenkt, der betont, dass in einer nicht-zirkularen Wirtschaft alles was wir gestalten als Müll endet, dann geht es um nicht weniger als die Zukunft unseres Planeten – und den Sinn der Designleistung.

Der international besetzte Expertenkreis verspricht einen spannenden Diskurs, der auch kulturelle Unterschiede deutlich macht. Neben dem Niederländer Henk Oosterling diskutieren die französische Politikwissenschaftlerin Ulrike Beate Guérot, der deutsche Philosophieprofessor Wilhelm Vossenkuhl, der holländische Designer und Unternehmer Matthijs van Dijk, die deutsche Professorin für Philosophie Ruth Hagengruber, die holländische Textildesignerin Sophie Krier mit dem Publikum. ‚Denker‘ und ‚Macher‘ fordern einander heraus.

Das Konzept zu dieser Veranstaltung ist in Kooperation mit dem diesjährigen Partnerland der MCBW, den Niederlanden, entstanden. Design aus den Niederlanden ist bekannt für herausragende Kreativität und unbegrenzte Innovations- und Experimentierfreude. Immer wieder loten die holländischen Designer die Grenzen ihrer eignen Fachgebiete aus und gehen interdisziplinäre Kooperationen ein. Die Konferenz bietet die Möglichkeit, dies hautnah und live zu erleben.

„Probleme von heute zu lösen, heißt noch lange nicht, relevante Lösungen für die Zukunft gefunden zu haben“, sagt der Designer Matthijs van Dijk. Bei der komplexen Thematik Design & Ethik kann getrost davon ausgegangen werden, dass auch die Probleme von heute nicht an diesem einen Nachmittag gelöst werden können. Doch wann hat man schon einmal die Chance, den eigenen Erkenntnisgewinn mit internationalen Gesprächspartnern und gemeinsam mit vielen anderen einen großen Schritt nach vorne zu bringen!

Weitere Informationen zu den Sprechern und zum Programmablauf finden Sie hier.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>