Oktoberfestplakate – Designzeichen ihrer Zeit

Seit 1952 wechselt das Oktoberfest-Plakat jährlich sein Motiv. Gekürt wurde es die letzten 15 Jahre bei einem Wettbewerb für ausgesuchte Grafik-Design-Künstler. Doch von nun an darf jeder teilnehmen, der sich dazu berufen fühlt.

Das Wiesn – Motiv ruft alljährlich zwiegespaltene Meinungen hervor. Denn nicht immer liebt man die oft biederen Motive aus Brezn, Bierkrug und feschen Madln. Und die kleinen „Kunstwerke“ zieren ja nicht nur den Maßkrug oder das Plakat, in ganz München begegnen sie einem tagtäglich auf Prospekten, T-Shirts, Tassen u.v.m.

 

1961_oktoberfest

Da lohnt es sich doch, auch mal einen Blick auf die vergangenen Jahre zu werfen. Hat doch jedes Jahrzehnt sein ganz eigenes, unverkennbares, Design-Gesicht.  Zeigen sich die Motive zu Beginn der 60er-Jahre noch klassisch-lustig mit bunten Motiven, so werden die 70er im Look experimentierfreudiger und sind zum Teil auf den ersten Blick als Plakate für das größte Volksfest der Welt nicht erkennbar. Wäre da nicht die Headline „Oktoberfest“ plakativ über die stylishen Elemente gesetzt. Nichts zu sehen von Dirndln, Maßkrügen oder Luftballons.

1972_oktoberfest

 

1981_oktoberfest

Doch die experimentelle Phase war schon bald wieder vorbei und die üblichen Verdächtigen wie das Riesenrad, die Brezn oder das Lebkuchenherz nahmen die zu gestaltende Fläche wieder für sich ein.

1979_oktoberfest2004_oktoberfest

Schade eigentlich. Wir wünschen uns ab 2017 wieder mehr Design und etwas weniger Kommerz und hoffen auf einen spannenden, offenen Wettbewerb.

2016_oktoberfest

 

 

 

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