Kleine Vereinigungshilfe

brand eins Korea-Special –

Eine Übersetzungs-App soll nordkoreanischen Flüchtlingen die Sprachlosigkeit nehmen.

Korea ist seit 70 Jahren in Nord und Süd geteilt, und die Menschen sind sich fremd geworden in dieser Zeit. Das gilt selbst für die Sprache. Zwar gibt es nach wie vor nur ein Koreanisch, doch sind die Sprachen in den beiden Staaten so unterschiedlich wie die zwei Wirklichkeiten, die sie beschreiben. Für die rund 27 000 nordkoreanischen Flüchtlinge im Süden ist das eine zusätzliche Integrationshürde.

Mit der App Univoca soll sich das jetzt ändern, eine solche Übersetzungshilfe gab es noch nie. Seit dem Frühjahr haben sich mehr als 5000 Menschen die App heruntergeladen. Entwickelt wurde sie von Cheil Worldwide, eine der größten Werbeagenturen Südkoreas. Wie das Programm funktioniert, erklärt Projektmanager Jongchul Jang im Firmenhauptquartier im Zentrum Seouls. Draußen, vor der gebogenen Glasfassade, sitzt ein gelber Comic-Gorilla, der bis zum zweiten Stock reicht und seine riesigen LED-Augen rollen lässt. Die App, sagt Jang, soll zur „Wiedervereinigung der Sprache“ beitragen. Für ihn ist es ein Schritt auf dem Weg hin zur großen Wiedervereinigung.

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Mit freundlicher Genehmigung vom brand eins Wirtschaftsmagazin, Medienpartner der MCBW 2017
Erschienen in der Ausgabe 11/2015, Schwerpunkt: Ökonomischer Unsinn

Autor: Alexander Krex
arbeitet heute als Redakteur im Entdecken Ressort bei Zeit Online. 2015 berichtete er für brand eins aus Südkorea 

Foto: Jun Michael Park
is a documentary photographer from Seoul, South Korea, represented by laif Photo Agency. Jun’s work “Sewol Aftermath” was selected for exhibition at the 5th Lumix Festival for Young Photojournalism in Hanover, Germany

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