VISIONEN gestalten – BRÜCKEN bauen – RÄUME entwerfen – FORM geben

 Einladung zum Dialog über die Gestaltung der Zukunft

Wie wollen Sie leben und arbeiten? Was treibt Sie an? Sind wir Menschen schon bereit für die digitale Revolution? Sind wir selbst smart genug? Wer gibt die Richtung an? Welche Weichen müssen gestellt werden?

Zukunft ist gestaltbar. Allen düsteren Prognosen, aber auch allen Heilsversprechungen zum Trotz. Es ist eine vielschichtige Aufgabe, die nur gemeinsam angegangen werden kann. Das ist Herausforderung und Chance zugleich, um ein neues Miteinander zu leben, Fragen zu stellen und Fragen zuzulassen, um gemeinsam darüber nachzudenken, was uns bei aller Unterschiedlichkeit verbindet. Es ist Zeit für konkretes interdisziplinäres Handeln. Dazu gehört Mut, sicheres Terrain zu verlassen und sich nicht von Sachzwängen einschüchtern zu lassen. Es ist die Zeit der Gestalter_innen, nicht der Technokrat_innen und Bürokrat_innen.

The End Of Sitting_© RAAAFThe End of Sitting: The End of Sitting, © RAAAF

Dieses Bewusstsein steht hinter dem Buch VISIONEN GESTALTEN. Es eröffnet einen interdisziplinären Diskursraum für Fragen und Antworten in Form von Interviews mit 29 international tätigen Gestalter_innen unterschiedlicher Generationen aus Design, Kunst, Architektur, Wissenschaft und Wirtschaft. Es ist ein modellhafter offener Raum, der Haltungen, Praktiken und Visionen zusammenführt und Gestaltung der Zukunft als Praxis begreift, die bei aller Komplexität und Ernsthaftigkeit lebendig und lustvoll sein kann.

Buchcover_1

Buchcover: Publikation VISIONEN GESTALTEN ©PLATFORM

Ein mögliches ‚Team Zukunftsgestaltung‘ könnte sich im Tenor der im Buch versammelten Antworten etwa so zusammensetzen: Designer_innen fungieren als Moderator_innen und Prozessgestalter_innen und haben als Strategieberater_innen der Wirtschaft zunehmenden Einfluss auf die Arbeitsbedingungen in Unternehmen. Architekt_innen schaffen Frei- und Lebensräume und bauen zusammen mit unterschiedlichen Partner_innen initiativ soziale Begegnungsräume, die Identität schaffen. Wissenschaftler_innen forschen nicht mehr nur im Dienste von Fortschritt und Technik, sondern immer mehr in Zusammenarbeit mit Gestalter_innen hinsichtlich neuer Perspektiven und sinnlich erfahrbarer Inszenierungen. Das Management von Unternehmen und die Führung von Organisationen tragen dazu bei, dass Arbeit nicht allein ökonomischen Zielen dient, sondern dass Arbeitszeit auch Lebenszeit ist, währenddessen sich Menschen als Mitgestalter_innen erfahren und als solche wertgeschätzt werden. Künstler_innen sorgen für Widerstand und gleichzeitig für Dialog und Partizipation, sind zunehmend gefragt, da sie frei, unabhängig und ohne politisches Interesse handeln und auf sinnliche Weise neue Erkenntnisse über die Welt vermitteln – und dem Ganzen eine Form geben, die es ermöglicht, autonom und frei nach vorn zu denken.

Little Sun_© Little Sun_Foto Kim Hansen

Little Sun: Little Sun, © Little Sun, Foto: Kim Hansen

Die Rückbesinnung auf den Menschen ist dabei, so einfach es klingt, die Basis für das Zusammenspiel aller gestaltenden Disziplinen im engeren wie im erweiterten Sinn. Die rasanten technologischen Entwicklungen lenken den Blick auch auf alles, was bleibt: Die einfachen und grundlegenden Handlungen des Lebens, Existenzielles wie Sinnlichkeit, Gefühle, Kommunikation. Gerade in Zeiten, in denen die Welt derart in radikalen Umbrüchen begriffen ist und keine technische Neuerung mehr als unvorstellbar gilt, bleibt die Frage offen, was dies in den Menschen selbst verändert und welche Konsequenzen es für das Leben als Ganzes hat. Welches Rüstzeug werden wir für Gegenwart und Zukunft brauchen, welche Räume und Orte zur Entfaltung werden noch bereitstehen, wie die Prozesse des alltäglichen Lebens ablaufen?

Eine Vision ist es daher, dass Kommunen und Politik motiviert werden, unabhängige Foren zu etablieren, und die Wirtschaft als Partnerin zu gewinnen, die ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt und Unternehmergeist einbringt. Die Gestalter_innen sind offensichtlich für eine ‘Smart Revolution‘ im erweiterten Sinne bereit, um die Zukunft gemeinsam mit anderen zu entwerfen und konkret zu handeln.

Autorin: Elisabeth Hartung

 

 

Infos zum Buch

Elisabeth Hartung (Hrsg.),VISIONEN GESTALTEN, Neue interdisziplinäre Denkweisen und Praktiken in Design, Kunst und Architektur, 2017 av edition

Einladung zum Book-Launch mit Podiumsgespräch während der MCBW am 8. März 2017 in der PLATFORM, Kistlerhofstraße 70, 81379 München

 

Mehr Informationen: www.platform-muenchen.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>